Über die STIFTUNG MICHAEL

Über die STIFTUNG MICHAEL

Die Stiftung Michael ist die bedeutendste und älteste private Stiftung für Epilepsie. Ihr Gründer war der in Süddeutschland wegen seiner Standhaftigkeit gegenüber den Nationalsozialisten und seiner Tätigkeit als Zeitungsverleger bekannte Publizist Dr. Fritz Harzendorf. Seine Familie ist von Epilepsie betroffen.
Mit seiner Initiative wollte er Betroffenen und ihren Familien neue Hoffnung geben. Die Stiftung trägt den Namen des epilepsiekranken Sohnes von Dr. Harzendorf.

 

Die STIFTUNG MICHAEL wird ausschließlich von privaten Spenden getragen und hat bis heute keine öffentlichen Gelder in Anspruch genommen oder erhalten.

 

Epilepsie ist die häufigste chronische Krankheit des zentralen Nervensystems. 3 - 5 % der Bevölkerung erkranken im Lauf ihres Lebens an Epilepsie, meistens aber nur vorübergehend. Etwa 0,6% – das sind 500.000 Menschen in Deutschland – haben eine behandlungsbedürftige Epilepsie, darunter etwa 90.000 Kinder unter 16 Jahren und etwa 150.000 Menschen jenseits des 60. Lebensjahres.
Das Wissen über Epilepsie in der Bevölkerung ist unzureichend und es gibt immer noch Vorurteile gegenüber Menschen mit Epilepsie. Ein erheblicher Teil der Kinder und Erwachsenen mit Epilepsie hat schulische oder berufliche Schwierigkeiten und leidet unter Einschränkungen im Alltag.

 

Die STIFTUNG MICHAEL versteht sich als eine Stiftung für Information, Fortbildung und Forschung zu allen Fragen im Zusammenhang mit Epilepsien. Sie wendet sich deshalb an die Betroffenen und ihre Familien, aber auch an die Wissenschaft, die mit ihrer Arbeit dazu beiträgt, das Phänomen Epilepsie besser zu verstehen und Behandlungsmöglichkeiten zu erforschen.

 

Die satzungsgemäßen Hauptaufgaben der STIFTUNG MICHAEL sind:

INFORMATION: z.B. durch die Erstellung von Informationsschriften über Epilepsie in Kindheit und Jugend, Schule, bei der Berufswahl, Berufsausbildung, Sport, Führerschein, Familienplanung und Kinderwunsch,

FORTBILDUNG: z.B. durch regelmäßige Veranstaltung von Epilepsie-Seminaren,

STIPENDIEN: z.B. für die praktische Qualifizierung von Ärzten und anderen Personen im Bereich Epileptologie, um die Versorgung zu verbessern,

FORSCHUNG: z.B. durch die Vergabe des MICHAELPREISES an Forscher weltweit für die besten wissenschaftlichen Arbeiten im Bereich der Epileptologie und durch die Veranstaltung regelmäßiger wissenschaftlicher Diskussionsforen wie dem MICHAEL FORUM und dem MICHAEL SYMPOSIUM.

Die Angebote der STIFTUNG MICHAEL

Das „Praxisseminar für Epilepsie“ in Gargnano

eine jährliche 3-tägige Fortbildung für epileptologisch interessierte Ärzte. Ärztinnen/Ärzte bis zu 32 Jahren können ein Stipendium erhalten. mehr...

Stipendien für die Weiterbildung zur Epilepsie-Fachassistenz/-Fachberatung

an der Abteilung Bildung und Beratung Bethel. Diese Förderung wendet sich an Angehörige nicht-ärztlicher Gesundheitsberufe. mehr...

Informationsschriften über Epilepsie

Für Betroffene, Beratende, Behandelnde gleich geeignet. Themen sind u. a.: Epilepsie bei Schulkindern und Jugendlichen, Schwangerschaft bei Epilepsie, soziale Hilfen für Familien, Sport, Mobilität und berufliche Fragen. mehr...

Einzelfallförderung von Personen mit symptomatischer Epilepsie

In Kooperation mit der Berger-Landefeldt-Stiftung. mehr...

Unterstützung der Tagung „Sozialarbeit bei Epilepsie“

Sie wird alle zwei Jahre vom Verein „Sozialarbeit bei Epilepsie e.V.“ veranstaltet. Der jeweilige Berichtsband kann über die STIFTUNG MICHAEL kostenlos bezogen werden.

StiftungMichael